Case Study:
ICKE 2.0

Integrierte Kollaborations- und Wissensplattform für den Mittelstand auf Basis von Web 2.0

Kunde

Das Projekt ICKE 2.0 (Integrated Collaboration and Knowledge Environment) war ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsvorhaben im Rahmen der Initiative KMU-innovativ: IKT. Das Konsortium bestand aus CosmoCode als zentralem Entwicklungs- und Verwertungspartner, dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF sowie dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST. Als Pilotanwender waren mehrere mittelständische Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe beteiligt.

Projekt

Kleine und mittlere Unternehmen standen vor der Herausforderung, verteiltes Wissen effizient zu verwalten und die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Abteilungen und Standorten zu verbessern. Vorhandene Web 2.0-Werkzeuge wie Wikis, Blogs und Social-Tagging-Systeme existierten zwar als Einzellösungen, waren jedoch nicht integriert und für den Einsatz im Unternehmenskontext unzureichend. Insbesondere mangelte es an Benutzerfreundlichkeit, an der Integration in bestehende Arbeitsumgebungen und an Werkzeugen zur Qualitätssicherung der Inhalte.

Ziel des Projekts war die Entwicklung einer offenen, innovativen Kollaborations- und Wissensumgebung, die verschiedene Web 2.0-Technologien in einer einheitlichen Plattform integriert. Die Lösung sollte sich an bekannten Office-Funktionalitäten orientieren, echte Kollaborationsfunktionen ermöglichen und Führungskräften ein Steuerungsinstrument für die Qualitätssicherung bieten. Drei mittelständische Pilotanwender setzten die Plattform in realen Anwendungsszenarien ein, um den Praxisnutzen zu validieren.

Umsetzung

CosmoCode entwickelte auf Basis von DokuWiki die Kollaborations- und Wissensplattform „ICKEwiki”. Als zentraler Entwicklungspartner des Konsortiums übernahm CosmoCode die technische Konzeption, Implementierung und den Betrieb der Plattform bei den Pilotanwendern. Die Entwicklung erfolgte in PHP im Rahmen der Plugin-Architektur von DokuWiki, um eine nachhaltige Wartbarkeit zu gewährleisten.

Für die Plattform wurde eine umfangreiche Palette an Funktionen entwickelt: ein WYSIWYG-Tabelleneditor und ein verbesserter Wiki-Editor für benutzerfreundlicheres Arbeiten, ein Link-Wizard zur einfachen Verlinkung interner Inhalte, MicroBlogging für Kurznachrichten, Meetingseiten zur Dokumentation von Besprechungen sowie ein Task-Management-System zur Nachverfolgung von Aufgaben. Strukturierte Daten konnten mit unstrukturierten Wiki-Inhalten verknüpft und an verschiedenen Stellen automatisch ausgewertet werden.

Besondere Innovationen waren die Integration von Active Directory zur Einbindung von Mitarbeiterdaten, digital signierte Blöcke für Freigabeprozesse, ein Dashboard mit Favoritenfunktion sowie ein Qualitätssicherungs-Plugin, das automatisch die Strukturierung und Formatierung der Wiki-Inhalte überwachte. Wizards ermöglichten die automatische Anlage komplexer Seitenstrukturen, und eine Namespace-spezifische Suche erleichterte das Auffinden relevanter Informationen.

Die Einführung bei den Pilotanwendern umfasste eine systematische Vorgehensweise mit Anforderungsanalyse, unternehmensspezifischen Fachkonzepten, Planspiel-Schulungen und begleitendem Support. Nach dem erfolgreichen Projektabschluss wurde das ICKEwiki als Open-Source-Lösung veröffentlicht und ein Geschäftsmodell für die Begleitung von Wiki-Einführungen in KMU entwickelt.

Kunde
BMBF-Forschungsprojekt (Konsortium mit Fraunhofer IFF, Fraunhofer ISST)
Zeitraum
2008 – 2010

Wir können auch Ihr Projekt umsetzen!

Sie wollen ein ähnliches Projekt umsetzen? Oder sie haben eine ganz andere Idee? Sprechen Sie uns an und wir finden gemeinsam die beste Lösung.