⚡ TYPO3 schneller machen • Erfahrungen mit TYPO3 13 • TYPO3 + Nextcloud
Hallo Subscriber,
willkommen zum aktuellen Newsletter des CosmoCode TYPO3-Teams!
Wir geben kurze Einblicke in unsere Arbeit und teilen Ideen, die weiterhelfen. Anregungen oder Fragen? 👉 Antworten Sie einfach auf diese E-Mail.
In dieser Ausgabe gehen wir der Frage nach, warum die erste Seite nach einem Deploy so lange lädt – und was dagegen hilft. Wir berichten, was bei unseren Upgrades auf TYPO3 13 in diesem Sommer wirklich Arbeit gemacht hat. Und wir zeigen, wie TYPO3 und Nextcloud zusammenarbeiten – damit Dokumente dort gepflegt werden, wo sie entstehen.
Unsere angekündigte Einschätzung zum GSB 11 folgt in der nächsten Ausgabe – dann mit den Erfahrungen aus einem Projekt, das wir gerade umsetzen.
Anregende Lektüre wünscht und freundlich grüßt:
Ihr TYPO3-Team von CosmoCode
Warum die erste Seite nach dem Deploy so lange lädt
Ihre TYPO3-Website ist mal schnell, mal träge? Dann lohnt ein genauer Blick, denn langsam ist nicht gleich langsam. In einem unserer Projekte haben wir im September nachgemessen und drei ganz unterschiedliche Zustände gefunden:
⚡ Seite aus dem Cache: 50 bis 150 Millisekunden
🐢 Seite nicht im Cache: rund 0,75 Sekunden
🐌 erster Aufruf nach dem Leeren der Caches: rund 1,3 Sekunden
Den dritten Zustand erzeugt fast jeder Deploy, denn am Ende werden die Caches geleert. Dann zahlt der erste Besucher jeder Seite den vollen Aufbau. Die einfachste Abhilfe: den Cache direkt nach dem Deploy vorwärmen. In unserem Projekt dauert das für die 217 URLs aus der Sitemap, in vier Sprachen, rund 20 Sekunden – danach antwortet eine Seite in 0,18 statt 1,04 Sekunden. Kleiner Haken aus der Praxis: bitte nacheinander, nicht parallel, sonst speichert TYPO3 unter Umständen halbfertige Bilder.
Wie Sie belastbar messen, warum eine Hochrechnung bei uns um den Faktor vier danebenlag und welche Einstellungen an Datenbank und Webserver wirklich etwas bringen, haben wir ausführlich aufgeschrieben: TYPO3 schneller machen: erst messen, dann optimieren
👉 Ihre Website fühlt sich träge an? Antworten Sie auf diese Mail – wir finden gemeinsam heraus, wo die Zeit bleibt.
TYPO3 13: Was bei unseren Upgrades wirklich Arbeit gemacht hat
In den letzten beiden Ausgaben haben wir es angekündigt, seit dem 1. Mai ist es so weit: TYPO3 12 bekommt keine kostenlosen Security-Fixes mehr. Wir haben in diesem Sommer mehrere Websites auf TYPO3 13 gebracht, eine davon von Version 9 aus, Version für Version. Unser Fazit: Der TYPO3-Core selbst macht selten Ärger. Die Arbeit steckt woanders:
🧩 in Erweiterungen, für die es keine Version für TYPO3 13 gibt – etwa gridelementsteam/gridelements, das wir durch den Nachfolger b13/container ersetzt haben
🤫 in TypoScript, das TYPO3 13 nicht mehr auswertet, ohne einen Fehler zu melden – zum Beispiel eine Sprachbedingung, die nie mehr zutrifft: Die Seite läuft, nur das englische Logo fehlt
📨 in Stellen, die beim Testen gern vergessen werden – zum Beispiel Formulare, deren Mails nur eine HTML-Vorlage haben: In TYPO3 13 brechen sie beim Absenden mit Fehler 500 ab, obwohl die Seite selbst einwandfrei läuft
Unser Rat bleibt: erst auf 13, dann getrennt auf 14. TYPO3 13 ist bis Ende 2027 gepflegt, und der direkte Sprung von 12 auf 14 verdoppelt die Zahl der Breaking Changes. Alle Stolpersteine und die Reihenfolge, die sich bei uns bewährt hat: Upgrade von TYPO3 12 auf 13: was in der Praxis bricht
👉 Sie sind noch auf TYPO3 12 oder älter? Antworten Sie einfach auf diese Mail – wir übernehmen den System-Check und erstellen einen Upgrade-Fahrplan, der zu Ihrem Betrieb passt.
TYPO3+Nextcloud: Dokumente pflegen, wo sie entstehen
Produktdatenblätter, Handbücher, Zertifikate: Solche Dokumente entstehen selten im CMS, sondern in der Dateiablage – und landen dann per Hand auf der Website, oft in mehreren Versionen. Mit Nextcloud als Dokumentenablage geht das ohne Doppelpflege. In einem aktuellen Projekt verbinden wir beides:
📎 Freigabelinks als Medien: Redakteure fügen einen Nextcloud-Freigabelink in TYPO3 ein wie ein YouTube-Video. TYPO3 holt sich Dateiname und Vorschau und zeigt auf der Website einen Download-Link – die Datei selbst bleibt in der Nextcloud.
🔎 Suche in den Dokumenten: Eine eigene Nextcloud-Erweiterung liest beim Hochladen Titel, Autor, Thema und Schlagwörter aus jedem PDF. Die Suche auf der Website fragt diese Daten über die Suchschnittstelle von Nextcloud ab – gefunden wird ein Dokument also nicht nur über seinen Dateinamen.
🔐 Nextcloud bleibt im Hintergrund: TYPO3 meldet sich mit einem eigenen Dienstkonto an und liefert das PDF selbst aus. Besucher brauchen keinen Zugang zur Nextcloud, und die Zugangsdaten stehen nicht im Code, sondern kommen aus dem Passwort-Tresor.
Nextcloud läuft dabei wie die Website selbst als Docker-Container: Wir bauen auf dem offiziellen Image auf, installieren die benötigten Apps und das Kunden-Branding gleich mit und halten beides mit automatischen Updates aktuell. Neue Versionen laufen zuerst auf einer Staging-Instanz, bevor sie live gehen.
Ein Praxistipp für alle, die Nextcloud selbst im Container betreiben: Das offizielle Image aktualisiert eigene Apps in einem bestehenden Datenvolumen nicht. Wer Apps mit dem Image ausliefert, muss sie beim Start selbst ins Volume übertragen – sonst läuft still die alte Version weiter.
👉 Sie möchten Dokumente aus Nextcloud oder einer anderen Ablage auf Ihrer TYPO3-Website nutzen? Antworten Sie einfach auf diese Mail – wir zeigen Ihnen, wie das bei Ihnen aussehen kann.
… and now for something completely different:
Statuscodes mit Katze
Für alle, die im Alltag öfter mit Statuscodes zu tun haben, als ihnen lieb ist: Auf https://http.cat/ gibt es zu jedem HTTP-Statuscode die passende Katze – vom erleichternden 200 über das berüchtigte 404 bis zum legendären 418 „I’m a teapot“, einem Aprilscherz von 1998, den die offizielle HTTP-Spezifikation bis heute als reserviert führt. Hundefreunde werden auf https://httpstatusdogs.com/ fündig. Welcher Code am besten zu Ihrem letzten Deploy passt, verraten wir niemandem…
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